Vom Wertpunkt zum Ökopunkt

 
Auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG) wurde ein Wertpunktesystem mit der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) eingeführt. In der neu erarbeiteten Biotopwertliste sind alle in Bayern vorkommenden Biotop- und Nutzungstypen aufgelistet und hinsichtlich ihrer ökologischen Wertigkeit über Wertpunkte charakterisiert. Dadurch können Eingriffsvorhaben, z.B. in Planfeststellungsverfahren oder beim Bauen im Außenbereich, kalkuliert werden, was die Grundlage für die Kompensation darstellt.
 
Hierzu zählen beispielsweise:

  • Landwirtschaftliche Bauten im Außenbereich
  • Straßenbau und Infrastruktur
  • Abbau von Bodenschätzen
  • Flurneuordnungsverfahren
  • Wasserrechtliche Verfahren (Gewässerausbau)
 
Ein Wertpunkt wird zum Ökopunkt, wenn alle finanziellen Aufwendungen, die pro Wertpunkt anfallen, z.B. Kosten für die Pflegemaßnahmen, Betreuung, etc., einbezogen werden, um das Erreichen des Zielzustands (ökologische Aufwertung) zu gewährleisten.
 
Ökopunkte stellen somit ein neues "Zahlungsmittel" für Kompensationsmaßnahmen (Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) in der Eingriffs- und Ausgleichsregelung dar.